Neuigkeiten der Projekte von Hand in Hand für Uganda e. V. im Sommer 2026

1. Jahresabschluss 2025 und Körperschaftssteuerbefreiung

Die offizielle Buchprüfung im Südverein für das Kalenderjahr 2025 ist abgeschlossen (EVLO and Company, Cerified Public Accountants, Kampala, Uganda). Die Kosten hierfür beliefen sich auf knapp 500 Euro. Bei der Revision des Nordvereins wurde diese mit den hiesigen Zahlen abgeglichen und für in Ordnung befunden.

Am 9. Juli 2026 erteilte das Finanzamt München für Körperschaften dem Verein einen aktuellen Freistellungsbescheid zur Körperschaftssteuer mit Gültigkeit bis zum 31.12.2030.

2. Schulgeld – Zeugnisse – Semestergebühren - Ernährung

Der 2. Term 2026 neigt sich dem Ende zu. Die Kosten für ca. 40 Kinder in der Primary und Secondary School belaufen sich auf jeweils 4.200 Euro pro Term. Die in Studium und Ausbildung befindlichen vier Jugendlichen benötigten 2.785 Euro für das 2. Semester.

Die Ausgaben für Lebensmittel betrugen bisher für 2026 ca. 6.000 Euro.

Soweit Zeugnisse und Briefe übermittelt wurden, haben wir diese an die jeweiligen Paten weitergeleitet.

3. Management Südverein

Im Vorstand des Südvereins sind derzeit beim „Uganda Registration Service Bureau (URSB)“ offiziell Betty Nakayigo, Beker Lubega und Veronica Nakyanzi registriert.

Bereits seit Jahresbeginn 2025 dringt der Vorstand des Nordvereins vergeblich auf eine behördlich eingetragene Erweiterung.

Angestrebt ist damit den Vorstand zu verjüngen, für die Zukunft verantwortungsbewusste junge Erwachsene einzubinden und dadurch auch Frau Nakajigo zu entlasten. Dies soll nun endlich zeitnah umgesetzt und mit Henry Kizza, Vincent Muyima, Angel Niwamanya sowie Paul Kimbugwe ergänzt werden.

Die im Projekt lebenden Jugendlichen zeigen großes Verantwortungsbewusstsein und Verbundenheit. Sie haben abgeschlossene Ausbildungen und unterstützen positiv die Vereinsarbeit. Ihre Aktivitäten außerhalb der täglichen Assistenz von Frau Nakajjgo liegen v.a. in der Betreuung der Kinder, einschließlich dem Besuch von Schulen und Hausaufgabenhilfe sowie in Organisation und Unterstützung im Medizinprojekt, der Landwirtschaft, allgemeinen Hausmeistertätigkeiten als auch in der Kommunikation mit den Dorfbewohnern.

4. Grundstücksmauer – das Dauerproblem

Nach kompletter Erneuerung der abstützenden und einsturzgefährdeten Mauer am nördlichen Grundstück mit Kosten von ca. 1.600 Euro im September 2025 drohte diese nun auch an anderer Stelle einzustürzen und musste auch hier für 2.700 Euro erneuert werden.

In Uganda nicht üblich sind Drainagen und Ablaufmöglichkeiten bei Häusern oder Mauern einzuarbeiten, sondern sie werden direkt auf den Untergrund – egal welcher Beschaffenheit – gesetzt. Wir haben immer wieder Kies, Armierung oder Rinnen eingefordert, eine Umsetzung ist aus Unkenntnis fast unmöglich.

Nicht nachvollziehbar ist, warum zwei 2020 eingebaute Batterien, die aus Sicherheitsgründen zur Mauerbeleuchtung installiert wurden schon kaputt gegangen sind. Die Kosten für den Ersatz betrugen ca. 1.200 €. Eine größere Sorgfalt im Umgang wurde angemahnt.

5. Renovierung

Der zur Renovierung des Gebäudes kalkulierte Betrag musste zugunsten der Mauerreparatur umgewidmet werden (s. o. Pkt 4.).

6. Brunnenpumpe

Die Wasserversorgung des Waisenhauses und Begegnungszentrums fußt auf Regenwasser und einem tiefen Brunnen, der Trinkwasser liefert.

Die anfangs hierfür installierte solarbetriebene Pumpe funktionierte nur ………. Jahre und ein Austausch wurde nötig. Da die gleiche Pumpe in Uganda ca. 4.000 Euro gekostet hätte, haben wir in Deutschland einen hochwertigen Ersatz für ca. 1.250 Euro besorgt und eingebaut. Leider funktionierte diese hochtechnisierte Lösung nur unzureichend. Fehlermeldungen in der Elektronik stoppten die Förderung und das System musste reaktiviert werden. Hierfür waren zwei Personen oft einen halben lang Tag beschäftigt.

Lösungen vom Hersteller und Verkäufer auch durch unzählige Nachfragen, Telefonate und E-Mail-Kontakte erhielten wir nicht. Obwohl der Firma alle notwendigen technischen Daten über den Bedarf übermittelt wurden, bekamen wir schlussendlich die Auskunft, diese Pumpe wäre für unsere Zwecke nicht geeignet. Auch der Versuch durch die Erweiterung von zusätzlichen Solarpanels die Spannung und Stromstärke zu verstärken, brachte nicht das fehlerfreie Arbeiten der Pumpe.

Nach einem Jahr und mehrfachen Emailkontakten unter letztlicher Androhung einen Rechtsanwalt einzuschalten, hat uns die Lieferfirma nun endlich eine aufschlussreiche Bedienungsanleitung zugestellt und sogar der Kaufpreis zurückerstattet. Unser Elektriker und Solateur versucht nun die Umstellung in der Elektronik und durch eine Druckminderung zu einer endgültigen Lösung zu kommen.

7. Jungentoiletten

Im Juni erreichte uns die Nachricht, dass die in 2025 geleerte Versitzgrube der Jungentoilette voll ist. Eine erneute Leerung sei nicht möglich, da die Grube weder gemauert noch betoniert wurde. Das Erdloch würde unter dem Gebäude zusammenbrechen.

Nun liegt uns ein Kostenvoranschlag über 5.300 € zur fachgerechten Neuerrichtung von vier Toiletten und drei Duschkabinen vor, unter Garantie (?), dass eine dauerhafte Leerung damit gewährleistet wird.

Da der Verein nicht über diese Mittel verfügt, wurden verschiedene Vorschläge ausgetauscht, die die Kosten verringern sollten (Handwerker aus dem Dorf, Eigenleistung von Jugendlichen aus dem Projekt, Wiederverwendung von Baumaterialien usw.). Es konnte keine wesentliche Kostenreduktion erreicht werden, da unsere Vorschläge angeblich nur bedingt umsetzbar wären. Schließlich hat der VS entschieden, momentan 4.000, - € zu überweisen. Es bleibt abzuwarten, wie weit damit eine Umsetzung erfolgen kann.

Liebe Grüße und einen schönen Sommer
wünschen Renate und Team

Spendenkonto Hand in Hand für Uganda e. V.:
Volksbank Raiffeisenbank Dachau
IBAN: DE79 7009 1500 0001 5290 72
BIC: GENODEF1DCA

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